Mal wieder was neues

Wir bekommen gerade viele Fragen, auch zu unseren ersten Erfahrungen. Im Moment kommen wir leider wenig zum Schreiben ich hoffe aber es wird im Frühjahr etwas besser.

Inzwischen wohnen wir nun schon seit gut 6 Monaten in unserem Haus. Der Winter ist nun fast vorbei, Zeit für eine erste Zwischenbilanz zur Wärmepumpe, Optimierung und Verbrauch.

Zuallererst: ihr solltet im ersten Winter auf jeden Fall eure Wärmepumpe optimieren. Folgende Punkte sind uns zu Anfang der Heizperiode aufgefallen:

  • die Wärmepumpe ist sehr oft an-/ ausgegangen. Teilweise jede 30 Minuten, da es sich aber um eine leistungsgeregelte Wärmepumpe handelt sollte sie eher im „Dauerbetrieb“ laufen und die Leistung an die benötigte Wärmemenge anpassen
  • Die Räume wurden teilweise nicht richtig warm
  • die Warmwasseraufbereitung wurde häufig gestartet

Fangen wir bei der Optimierung des letzten Punktes an. Hier solltet ihr am besten direkt mit dem Heizungsbauer die Warmwasser Hysterese besprechen. Bei uns war diese auf 2 Kelvin eingestellt. Was heißt das? Angenommen wir haben eine Warmwasser-Wunschtemperatur von 47°C eingestellt, dann springt die Wärmepumpe an, sobald die Temperatur im Wassertank unter 45°C fällt. Also relativ häufig. Wir haben die Hysterese selbst auf 5K verändert und so wird in der Regel 2 bis 3 Mal am Tag Wasser erwärmt.

Zu den Punkten 1 und 2: das häufige Takten ist uns in der Tesla App vom Speicher aufgefallen. Wir haben dann die Firma Keil (Heizungsinstallateur) angerufen und auch sofort eine Rückmeldung bekommen. Uns wurde empfohlen alle Einzelraumregler voll aufzudrehen, d.h. maximaler Durchfluss der Fußbodenheizung. Das hat auch geholfen, nach gut einem Tag ist es auch in den Räumen die davor nicht richtig warm wurden angenehm warm geworden. Die Heizung hat für meine Begriffe aber noch zu oft getaktet. Also haben wir noch die Heizkurve verändert. Auch weil es nach 3 Tagen mit der Voreinstellung dann viel zu warm geworden ist. Wir haben uns dann 0,5° weise heran getastet.

Letzten Endes sind unsere Einstellungen der Heizung nun wie folgt:

  • bei -20°C Außentemperatur: 26,5°C im Rücklauf
  • bei +20°C Außentemperatur: 21,5°C im Rücklauf

Aus diesen beiden Arbeitspunkten errechnet die Wärmepumpe dann die Heizukurve. Wir haben allr Einzelraumregler weiterhin voll offen und die Wärmepumpe läuft wenn es kalt genug ist durch. Mit diesen Temperaturen haben wir in allen Zimmern zwischen 20°C und 21,3°C. Abends haben wir im Wohnzimmer im Winter dann öfters den Kaminofen angemacht, trotz ca. 21°C, aber 24°C bis 25°C sind dann doch gemütlicher 🙂

Was haben wir an Strom verbraucht? Achtung: das ist der Gesamtstrombedarf, also inkl. Kochen, Waschen,… wir haben wegen der PV Anlage keinen separaten Zähler für die Wärmepumpe.

  • August 2020: 330 kWh
  • September 2020: 325 kWh
  • Oktober 2020: 519 kWh
  • Novermber 2020: 639kWh
  • Dezember 2020: 711 kWh
  • Januar 2021: 764 kWh
  • Februar 2021: 644 kWh

An den richtig kalten Tagen dieses Jahr mit bis zu -20°C nachts haben wir ca. 40kwh pro Tag verbraucht. Hochgerechnet ergibt sich ein Jahresverbrauch von ca. 6.800 kWh tutti kompletto. So wie es im Moment ausschaut müssen wir ca. 2.500 kWh Strom dazu kaufen. 4.000 kWh werden wir vermutlich einspeisen und den Rest selbst verbrauchen. Macht bei einem Strompreis von 0,3 € / kwh ca. 840€ im Jahr. Abzüglich der Einspeisevergütung von ca. 400€ bleiben noch Stromkosten von 440€ bzw. ca. 40€ / Monat. Finden wir für ein Haus mit 180qm Wohnfläche voll unterkellert absolut in Ordnung.

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