Geld sparen beim Hausbau. Mit diesen Tipps spart ihr 5.000 Euro und mehr

Haus bauen ist teuer und viele denken beim sparen zuerst an mögliche Eingenleistungen. Es gibt aber neben Eigenleistungen bzw. den klassischen Eigenleistungen an die viele denken wie Wände streichen und Laminat legen noch ganz andere Möglichkeiten. Viele davon kosten nur ein paar Minuten Internetrecherche, ein paar Emails und Telefonate und sparen euch im Verhältnis aber viel Geld.

So viel konnten wir bisher sparen
Hier eine Übersicht von unseren bisher realisierten / geplanten Einsparungen. Weitere Infos dazu findet ihr unter der Tabelle

Was?Wie viel gespart?Wie viel Zeit investiert?
Entsorgung Erdaushub>5.000 Euro2 Tage
Küchenkaufca. 4.000 Euro1 Woche
Waschbeckenunterschrank und Spiegel selbst organisieren und aufbauenca. 1.000 Euro6 Stunden
PV-Anlage mit Speicherca. 3.000 Euro5 Stunden
LaminatSchätzung: 2.000 EuroSchätzung: 1 Woche
Streichen (nur einen Teil vom Haus)Schätzung: 1.000 EuroSchätzung: 3 Tage
Rainshower Dusche selbst einbauenSchätzung: ca. 900 Euro1 Tag

Geld sparen mit Eigenleistung – die „Klassiker“

  • Durch das selber verlegen vom Laminat im Haus können wir ca. 2.000 Euro sparen. Unser geschätzter Zeitaufwand mit ausreichend Helfern: 7 Tage
  • Streichen: Wir wollen die Kellerräume (Abstellraum und Hobby), Dachgeschoss, sowie die Kinder- und das Schlafzimmer selbst streichen. Die Decken lassen wir aber vom Maler tapezieren und streichen. Ersparnis: ca. 1.000 Euro. Geschätzter Zeitaufwand mit Helfern: 3 Tage

Geld sparen mit Eigenleistung – wenn ihr nur ein paar Stunden investieren könnt:

  • Badmöbel: diese sind (nach meiner persönlichen Meinung) unverschämt teuer, vor allem wenn man sich zum Teil die Qualität anschaut. Wir haben uns z.B. im Dusch-WC im Sänitargroßhandel eine kleine Waschtischanlage (60 cm breit, 40 cm tief) ausgesucht. Bestehend aus Waschbecken, Unterschrank und einem LED Spiegel. Der Aufpreis für den ganzen Spaß hätte inkl. Mehrwertsteuer dann bei ca. 1.400 Euro gelegen. Und wir reden hier nicht von extravagantem Design sondern „0815“.
    Die Alternative: wenn ihr euch einen Unterschrank unter das Waschbecken machen wollt dann schaut euch in den Online Badshops Mal um was euch gefällt und lasst euch das unterbaufähige Waschbecken dann vom Sanität-Großhandel mit anbieten. Den passenden Unterschrank bestellt ihr dann einfach Online und den Spiegel der euch gefällt.
    Bad-Onlineshop Empfehlungen: skybad.de , emero.de und sonono.de

    Unsere Ersparnis: knapp 1.000 Euro
    Zeitaufwand: ca. 6 Stunden Internetrecherche bis wir einen Spiegel und Waschtischunterschrank gefunden hatten, die uns gefallen. Aufbau und Montage: Schätzung: 3 Stunden

    Vorteil: Ihr habt den kompletten Waschbeckenanschluss von der Sanitärfirma und müsst euch hier keine Sorgen machen.

    Hinweis: gerade für kleine Möbel ist dieser Weg finde ich recht praktikabel. Bei großen Waschtischen müsst ihr schauen, ob ihr das selbst montiert bekommt

    Alternativ: Könnt ihr natürlich auch wenn ihr es euch zutraut das Waschbecken selbst montieren. Das spart im Verhältnis aber nicht viel. Bei uns wären das gerade Mal 90 Euro gewesen. Da ist uns dann die Gewährleistung durch den Handwerker lieber…

Geld sparen bei den Baunebenkosten

Bei den Baunebenkosten könnt ihr auch ordentlich Geld sparen.

  • Erdaushub: Bei Bonum ist es möglich, sich selbst um eine Firma zu kümmern, die den Erdaushub abtransportiert und entsorgt. Wir haben dadurch wirklich viel Geld gespart (über 5.000 Euro) Das ist sicher nicht die Regel aber ein paar hundert oder auch tausend Euro sind in jedem Fall drin!
    So geht ihr vor: Sobald ihr eine Bodenanalyse habt am besten euren Auftrag bei myhammer.de oder blauarbeit.de einstellen. Neben der Bodenanalyse solltet ihr auch wissen wieviel m3 Erde in etwa abtransportiert werden müssen. Zwischenzeitlich lasst ihr euch noch ein Angebot für die Entsorgung von der Rohbaufirma geben. So könnt ihr am Ende vergleichen.
    Mehr Infos zum Thema Erdaushub findet ihr in diesem Post
  • Auffüllmaterial: hier haben wir leider selber nichts gespart, da uns erst im Nachhinein klar geworden ist, dass es was zu sparen gibt 🙂
    Wenn ihr nach dem Erdaushub wieder Material anfüllen lasst (und eure eigene Erde nicht verwenden könnt) sonder Auffüllmaterial kaufen müsst dann gibt es wieder eine Sparmöglichkeit. Fragt die Rohbaufirma von der ihr ein Angebot über „Auffüllmaterial“ bekommt was sich genau dahinter versteckt. Wir dachten, (haben aber nicht gefragt) dass normale Erde angeliefert wird. Dann kam aber im Nachhinein raus, dass RC-Sand (Recycling Sand) verwendet wurde. Wir haben Mal aus Spaß die Preise geprüft und haben hier leider ca. 1.000 Euro „verschenkt“. Die hätten wir sparen können, wenn wir uns selbst ums Anliefern vom Auffüllmaterial gekümmert hätten…

Geld sparen durch „verhandeln“

Vorab: wenn uns jemand vor dem Hausbau gefragt hätte „könnt ihr gut verhandeln?“ unsere Antwort wäre klar „nein“ gewesen. Aber zum einen wächst man ja an den Herausforderungen und zum anderen zeigt es auch, dass ihr dieses Potential mindestens genauso nutzen könnt!

  • Küchenkauf
    Statistisch gesehen wird in Deutschland beim Bad und in der Küche am meisten in „Extras“ , „Design“ und „SchnickSchnack“ investiert. Das wissen auch die Küchenverkäufer und wer hier unvorbereitet in ein Küchenstudio geht und nicht über den Preis verhandelt (wir reden nicht über 250 Euro…) der hat am Ende mit großer Wahrscheinlichkeit einen 4-stelligen Betrag zuviel bezahlt. Wie ihr vorgeht um eure Traumküche im Rahmen eures Budgets zu bekommen erfahrt ihr hier.
    Unsere Ersparnis > 4.000 Euro
  • Photovoltaikanlage mit Speicher
    Ende letzten Jahres haben wir uns final dazu entschieden doch gleich von Anfang an eine PV Anlage mit aufs Dach zu setzen. Auch hier haben wir uns verschiedene Angebote eingeholt. Unser favorisierter Anbieter hat uns ein Angebot gemacht was doch deutlich über unserem Budget lag. Wir fragten also nach günstigeren Komponenten, erhielten ein neues Angebot und meldeten uns dann erstmal nicht mehr bei der Firma. 1,5 Wochen später erhielten wir schließlich einen Anruf von der Firma und man erkundigte sich, ob wir noch Fragen zu dem Angebot hätte. Wir taten unsere Ernüchterung kund, da die angebotenen PV-Module nun zwar günstiger waren, aber technisch mit den vorherigen keineswegs auf Augenhöhe. Damit beendeten wir das Telefonat. Nur einen Tag später erhielten wir dann wieder einen Anruf: es gäbe jetzt einen Sonderposten von Modulen die technisch und qualitativ mit denen aus dem ersten Angebot identisch waren. Natürlich nur so lange der Vorrat reicht 😉
    Wir haben uns dann zwar noch ein paar Tage Bedenkzeit gelassen uns aber dann die Module gesichert.
    Unsere Ersparnis: ca. 3.000 Euro

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